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21.02.2026 2 Min Lesezeit · Redaktion

Kombi-Förderung wird Standard: Pflegehaushalte bündeln Umbauten und nutzen mehrere Zuschüsse

Immer mehr Pflegehaushalte bündeln Umbauten und kombinieren Zuschüsse. Wir erklären, warum das zunimmt und worauf Sie achten sollten.

Pflegehaushalte gehen bei Barrierefreiheit zunehmend strategischer vor: Statt einzelne Maßnahmen nacheinander umzusetzen, werden Umbauten gebündelt und mehrere Förderwege parallel geprüft. Beratungsstellen berichten, dass Kombi-Förderungen in der Praxis häufiger werden, weil steigende Umbaukosten und längere Pflege zu Hause eine bessere Planung erzwingen.

Typisch sind Pakete aus Treppenlösung, Badanpassung und Schwellenabbau. Wer sich ohnehin mit eingeschränkter Mobilität oder Pflegebedarf auseinandersetzen muss, versucht, das Wohnumfeld so anzupassen, dass es langfristig stabil bleibt. Diese Bündelung hat zwei Vorteile: Erstens lassen sich Maßnahmen baulich besser aufeinander abstimmen. Zweitens können Zuschüsse und Budgets effizienter genutzt werden.

Der wichtigste Baustein bleibt in vielen Fällen die Pflegeversicherung. Für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen kann ein Zuschuss bis zu 4.180 € beantragt werden, sofern ein Pflegegrad vorliegt. In der Praxis wird dieser Zuschuss häufig ergänzt: durch kommunale Programme, regionale Förderungen oder Sondertöpfe. Genau hier entsteht jedoch auch die größte Fehlerquelle.

Viele Förderwege setzen voraus, dass der Antrag vor Auftragsvergabe gestellt wird. Wer zu früh unterschreibt oder mit dem Umbau startet, riskiert Ablehnungen oder Kürzungen. Gleichzeitig unterscheiden sich Nachweispflichten je Förderstelle: Einige akzeptieren ein Angebot und eine kurze Begründung, andere verlangen mehrere Kostenvoranschläge, zusätzliche Formulare oder technische Details.

Berater empfehlen deshalb eine klare Reihenfolge: Zuerst prüfen, welche Maßnahme technisch sinnvoll ist, dann die Förderwege strukturieren und erst danach beauftragen. Orientierung zu Anspruch und Leistungslogik bietet der Bereich Pflegekasse. Für die praktische Einordnung von Zuschüssen und typischen Antragswegen ist der Bereich Treppenlift Förderung der schnellste Einstieg.

Ein weiterer Trend: Haushalte wählen häufiger Lösungen, die später erweiterbar sind. Wer heute einen Sitzlift plant, denkt häufiger bereits an mögliche Zukunftsszenarien, etwa wenn ein Rollstuhl erforderlich wird oder Pflegewege sich verändern. Das beeinflusst die Auswahl der Technik und die Entscheidung, ob ein System mit Reserve sinnvoll ist.

Fazit: Kombi-Förderung und Bündelung von Maßnahmen sind für viele Pflegehaushalte zur neuen Normalität geworden. Wer strukturiert plant, Unterlagen sauber vorbereitet und die richtige Reihenfolge einhält, erhöht die Chance auf eine reibungslose Umsetzung und reduziert den Eigenanteil deutlich.

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Peter Neumaier
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