In mehreren Bundesländern wird derzeit über Anpassungen der Landesbauordnungen diskutiert, um Barrierefreiheit im Neubau verbindlicher zu regeln. Ziel ist es, den steigenden Bedarf an barrierefreien Wohnungen langfristig abzufedern.
Im Gespräch sind strengere Vorgaben für Aufzüge, stufenlose Hauseingänge und Mindestbewegungsflächen in Wohnungen. Besonders Mehrfamilienhäuser sollen künftig häufiger barrierefrei geplant werden, um spätere kostenintensive Umbauten zu vermeiden.
Kritik kommt aus der Bauwirtschaft. Dort wird befürchtet, dass zusätzliche Anforderungen die Baukosten weiter erhöhen könnten. Sozialverbände halten dagegen und betonen, dass frühzeitige Planung günstiger sei als nachträgliche Anpassungen.
Unklar ist bislang, wie der Bestand berücksichtigt werden soll. Experten warnen davor, sich ausschließlich auf Neubauten zu konzentrieren, da der Großteil der Pflegebedürftigen in älteren Gebäuden lebt.
Fazit: Die Diskussion um strengere Bauordnungen zeigt, dass Barrierefreiheit politisch an Bedeutung gewinnt. Ob daraus verbindliche Regeln entstehen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.