Regionale Pflege- und Sozialstellen berichten, dass ländliche Regionen besonders stark von Engpässen in der Pflege betroffen sind. Ambulante Pflegedienste sind dünn verteilt, Wege lang und freie Kapazitäten selten. Gleichzeitig fehlen stationäre Pflegeplätze, sodass Pflege immer häufiger im eigenen Zuhause organisiert werden muss.
Für Familien im ländlichen Raum bedeutet das eine doppelte Belastung. Neben der eigentlichen Pflege müssen sie oft auch organisatorische Aufgaben übernehmen, die in Städten durch Infrastruktur abgefedert werden. Hinzu kommt, dass viele Häuser älter sind und nicht auf eingeschränkte Mobilität ausgelegt wurden. Treppen über mehrere Etagen sind dort eher die Regel als die Ausnahme.
Pflegeberater beobachten deshalb eine steigende Nachfrage nach funktionalen Lösungen im Wohnraum. Ziel ist es, Wege zu verkürzen, Sicherheit zu erhöhen und Pflege überhaupt praktikabel zu machen. Je nach baulicher Situation kommen unterschiedliche Systeme infrage. Eine Übersicht zu möglichen Lösungen bietet der Bereich Treppenlift Typen.
Finanzielle Unterstützung spielt dabei eine zentrale Rolle. Gerade im ländlichen Raum sind Eigenmittel häufig begrenzt. Der Zuschuss der Pflegeversicherung für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bis zu 4.180 € ist deshalb ein wichtiger Baustein. Informationen zu Anspruch und Antrag finden sich unter Pflegekasse.
Experten gehen davon aus, dass sich die Situation weiter zuspitzt. Ohne strukturelle Verbesserungen in der Pflegeinfrastruktur wird die häusliche Pflege im ländlichen Raum weiter zunehmen. Umso wichtiger sind Wohnräume, die Sicherheit und Selbstständigkeit unterstützen.
Fazit: Ländliche Regionen stehen vor besonderen Herausforderungen in der Pflege. Frühzeitige Wohnraumanpassungen können helfen, Versorgungslücken abzufedern und den Verbleib im eigenen Zuhause zu sichern.