Pflegeberater und Sozialdienste berichten zunehmend von einem wiederkehrenden Problem: Der Pflegegrad ist bewilligt, doch notwendige Umbauten im Wohnraum lassen auf sich warten. Zwischen Bescheid und Umsetzung vergehen oft Wochen oder sogar Monate. Für Betroffene ist diese Zeit besonders belastend.
Die Gründe für die Verzögerungen sind vielfältig. Häufig fehlt Klarheit über Fördermöglichkeiten, Zuständigkeiten oder die richtige Reihenfolge der Schritte. In anderen Fällen ziehen sich Genehmigungen hin oder es fehlen kurzfristig verfügbare Handwerkskapazitäten. Besonders bei Treppenlösungen in Mehrfamilienhäusern kommen zusätzliche Abstimmungen hinzu.
Für Pflegehaushalte bedeutet das eine Phase erhöhter Unsicherheit. Obwohl der Bedarf anerkannt ist, bleiben Risiken im Alltag bestehen. Treppen ohne Absicherung, enge Wege oder fehlende Haltemöglichkeiten erhöhen die Gefahr von Stürzen und Überlastung.
Pflegeberater empfehlen, Umbauten parallel zum Pflegegrad-Antrag zu planen und frühzeitig Informationen einzuholen. Wer weiß, welche Lösung grundsätzlich infrage kommt, spart Zeit. Eine Übersicht zu möglichen Systemen findet sich unter Treppenlift Typen.
Ebenso wichtig ist der Überblick über Förderwege. Viele Verzögerungen entstehen, weil Anträge unvollständig oder verspätet gestellt werden. Der Bereich Pflegekasse bietet eine erste Orientierung zu Leistungen und Zuschüssen.
Fazit: Ein bewilligter Pflegegrad allein löst keine Probleme. Erst wenn Planung, Förderung und Umsetzung ineinandergreifen, kann der Alltag sicherer gestaltet werden.