Sozialverbände schlagen Alarm: Pflegeleistungen verlieren durch Inflation und steigende Kosten zunehmend an realem Wert. Während Preise für Dienstleistungen, Energie und Handwerk steigen, bleiben viele Leistungen der Pflegeversicherung nominal unverändert. Für Pflegehaushalte bedeutet das eine wachsende finanzielle Lücke.
Besonders betroffen sind Haushalte, die Pflege zu Hause organisieren. Neben laufenden Kosten fallen häufig Investitionen an, um die Wohnung sicher nutzbar zu machen. Der Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beträgt weiterhin bis zu 4.180 €, reicht jedoch in vielen Fällen nicht mehr aus, um umfangreichere Anpassungen vollständig zu finanzieren.
Verbände fordern daher eine regelmäßige Dynamisierung der Leistungen. Ohne automatische Anpassung verliere das System jedes Jahr an Wirkung. Betroffene müssen häufiger Eigenmittel einsetzen oder notwendige Maßnahmen verschieben. Informationen zu Leistungsansprüchen bietet der Bereich Pflegekasse, während konkrete Umbauoptionen unter Treppenarten eingeordnet werden.
Auch Pflegeberater sehen Handlungsbedarf. Sie berichten, dass Anträge auf Umbauten häufiger zurückgestellt werden, obwohl der Bedarf eindeutig ist. Das erhöht langfristig Risiken und kann zu höheren Folgekosten führen.
Fazit: Ohne Anpassung der Pflegeleistungen wächst der finanzielle Druck auf Pflegehaushalte weiter. Sozialverbände fordern schnelle politische Lösungen.