Sozialverbände und Pflegeinitiativen kritisieren seit Wochen, dass Pflegeleistungen real an Wert verlieren. Hintergrund sind steigende Kosten im Alltag und höhere Eigenanteile in der häuslichen Pflege. Während die Preise für Dienstleistungen und Umbauten steigen, bleiben viele Leistungsbestandteile nominal stabil. Für Pflegehaushalte bedeutet das eine schleichende Mehrbelastung.
In der Debatte wird vor allem eine regelmäßige, automatische Anpassung gefordert. Verbände argumentieren, dass Leistungen ohne Dynamisierung jedes Jahr Kaufkraft verlieren und damit weniger Versorgung ermöglichen. Das betrifft nicht nur laufende Pflegekosten, sondern auch Investitionen in Barrierefreiheit, die häufig notwendig sind, um Pflege zu Hause überhaupt zu ermöglichen.
Für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bleibt der Zuschuss der Pflegeversicherung bis zu 4.180 € pro Maßnahme ein zentraler Baustein. In der Praxis reicht dieser Betrag bei steigenden Bau- und Handwerkerkosten jedoch oft nicht aus, um größere Umbauten vollständig zu decken. Haushalte müssen häufiger mit Eigenmitteln nachfinanzieren oder Projekte aufteilen.
Betroffene sollten deshalb frühzeitig prüfen, welche Kombinationen möglich sind: Pflegekassenzuschuss, kommunale Programme und ergänzende Förderwege. Einstieg und Grundlagen finden Sie in den Bereichen Pflegekasse und Treppenlift Förderung.
Fazit: Die Kritik der Sozialverbände zielt auf Planbarkeit und Fairness. Ohne regelmäßige Anpassungen steigt der Druck auf Pflegehaushalte weiter. Für viele wird Barrierefreiheit dann nicht zur Frage des Bedarfs, sondern des Geldbeutels.