Wer in Deutschland Barrierefreiheit im Wohnumfeld umsetzen möchte, sieht sich mit einem Flickenteppich an Förderregelungen konfrontiert. Je nach Bundesland – und oft sogar je Kommune – gelten unterschiedliche Programme, Fristen und Voraussetzungen. Beratungsstellen berichten, dass diese Unterschiede zunehmend zu Unsicherheit und Verzögerungen führen.
Während einige Länder ergänzende Wohnraumförderungen anbieten, beschränken sich andere auf kommunale Zuschüsse oder zeitlich begrenzte Programme. Hinzu kommen unterschiedliche Anforderungen an Nachweise, Kostenvoranschläge und Antragsfristen. Für Betroffene ist häufig unklar, welche Stelle zuständig ist und in welcher Reihenfolge Anträge gestellt werden müssen.
Ein häufiger Fehler besteht darin, Maßnahmen zu früh zu beauftragen. Viele Programme setzen voraus, dass der Antrag vor Beginn der Arbeiten gestellt wird. Wer aus Zeitdruck handelt, riskiert den Verlust von Zuschüssen. Deshalb empfehlen Pflegeberater, Förderwege strikt zu trennen und systematisch zu prüfen. Einstieg und Überblick bieten die Bereiche Treppenlift Förderung und Pflegekasse.
Sozialverbände fordern seit längerem eine bessere Koordination. Ein zentrales Informationsportal oder einheitliche Mindeststandards könnten helfen, Fehler zu vermeiden und Verfahren zu beschleunigen. Auch Kommunen würden profitieren, weil Anträge vollständiger eingereicht würden.
Bis dahin bleibt Betroffenen nur, sich frühzeitig zu informieren und Unterlagen sorgfältig vorzubereiten. Wer Fördermöglichkeiten kennt und strukturiert vorgeht, erhöht die Chance, Maßnahmen rechtzeitig umzusetzen.
Fazit: Unterschiedliche Förderregeln erschweren barrierefreie Umbauten unnötig. Klarere Strukturen und bessere Information könnten hier viel Druck aus dem System nehmen.