Aktuelle kommunale Wohnungsberichte und regionale Auswertungen zeigen ein klares Bild: Barrierefreiheit scheitert in Deutschland nicht am Neubau, sondern am riesigen Altbaubestand. Der überwiegende Teil der Pflegebedürftigen lebt in Gebäuden, die vor Jahrzehnten errichtet wurden und ursprünglich nicht für eingeschränkte Mobilität ausgelegt waren.
Während Neubauten heute häufiger mit Aufzug, schwellenarmen Zugängen und größeren Bewegungsflächen geplant werden, bleiben Bestandswohnungen oft unverändert. Gerade Treppen, schmale Flure und fehlende Haltemöglichkeiten stellen im Alltag erhebliche Risiken dar. Für viele Betroffene bedeutet das: Selbst kurze Wege im eigenen Zuhause werden zur Belastung oder Gefahr.
Experten weisen darauf hin, dass der Fokus auf Neubau das Problem nicht löst. Der demografische Wandel wirkt im Bestand, nicht auf der grünen Wiese. Umbauten im Altbau sind deshalb entscheidend, werden aber häufig durch Kosten, Genehmigungen oder Unsicherheit bei Förderungen verzögert.
Besonders Treppen gelten als kritischer Punkt. Je nach Bauform kommen unterschiedliche Lösungen infrage. Eine systematische Einordnung bietet der Bereich Treppenarten. Welche technische Lösung geeignet ist, hängt stark von Platz, Nutzung und Mobilität ab.
Finanziell bleibt die Förderung ein Schlüsselthema. Ohne Zuschüsse sind viele Maßnahmen für Pflegehaushalte kaum realisierbar. Die Kombination aus Pflegekassenzuschuss und weiteren Programmen ist daher zentral. Einen Überblick über Förderwege bietet Treppenlift Förderung.
Fazit: Barrierefreiheit im Altbau bleibt die größte Herausforderung. Ohne gezielte Förderung und vereinfachte Verfahren wird der Abstand zwischen Bedarf und Umsetzung weiter wachsen.