Pflegekassen stehen zunehmend unter Druck. In mehreren Regionen berichten Beratungsstellen von verlängerten Bearbeitungszeiten bei Pflegegrad-Anträgen. Betroffen sind sowohl Erstanträge als auch Höherstufungen. Für Betroffene bedeutet das: Leistungen verzögern sich, Planungen werden unsicher und notwendige Maßnahmen im Wohnumfeld können nicht zeitnah umgesetzt werden.
Als Ursachen nennen Pflegekassen vor allem steigende Antragszahlen und personelle Engpässe bei den begutachtenden Diensten. Der demografische Wandel zeigt hier deutlich Wirkung. Gleichzeitig wächst der Beratungsbedarf, da viele Anträge komplexer werden und zusätzliche Unterlagen erfordern. Für Antragsteller ist oft nicht nachvollziehbar, warum Verfahren länger dauern, obwohl der Bedarf dringend ist.
Problematisch sind Verzögerungen insbesondere dann, wenn Pflege zu Hause organisiert werden muss. Ohne anerkannten Pflegegrad fehlen nicht nur laufende Leistungen, sondern auch die Grundlage für Zuschüsse zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen. Umbauten an Treppen, Eingängen oder Bädern lassen sich dann nicht finanzieren oder müssen auf eigene Kosten vorgezogen werden.
Pflegeberater empfehlen, Anträge möglichst vollständig einzureichen und Rückfragen schnell zu beantworten. Auch eine frühzeitige Beratung kann helfen, typische Fehler zu vermeiden. Wer sich über grundsätzliche Leistungsansprüche informieren möchte, findet eine Übersicht im Bereich Pflegekasse. Für den Zusammenhang zwischen Pflegegrad und möglichen Zuschüssen ist der Bereich Treppenlift Förderung relevant.
Experten gehen davon aus, dass sich die Situation kurzfristig kaum entspannt. Umso wichtiger ist es, realistische Zeitpläne zu berücksichtigen und bei dringendem Bedarf Übergangslösungen zu prüfen.
Fazit: Längere Bearbeitungszeiten sind für viele Pflegehaushalte eine zusätzliche Belastung. Gute Vorbereitung und frühe Antragstellung gewinnen weiter an Bedeutung.